Eintauchen - Auftauchen
Immerse - Emerge

UA 2006 Stuttgart
Kurator Carsten Seiffarth

UA Fassung2: 2007 Donaueschingen

Die auf dem Wasser schwimmenden roboterartigen Maschinengebilde sind technische Objekte, die sich trotz ihrer Fremdartigkeit mit den natürlichen Gegebenheiten arrangieren.
Die Objekte tauchen Metallröhren ins Wasser ein, wodurch die Tonhöhe verändert wird. Sie sind dem Wind und Regen und allen Wasserschwankungen ausgesetzt. Damit ist das präzise Steuern der Töne kaum möglich und es ergeben sich kompositorische Unschärfen, die den Maschinen eine gewisse Lebendigkeit verleiht.

Von John Cage inspiriert ist für mich die Frage interessant, was passiert mit den scheinbar zufällig erzeugten Tönen eines Windspieles oder den Stimmen der Vögel oder den Geräuschen einer Stadtkulisse, wenn wir bewusst zuhören, die Töne, Klänge, Geräusche und Pausen in unserem Kopf in Beziehung setzen und analysieren? Eine Klanginstallation bietet immer wieder eine gute Möglichkeit, diese Frage zu stellen, indem sie völlig unabhängig vom Zuhörer und unabhängig davon, ob überhaupt jemand da ist, akustische Signale aussendet.
In diesem Sinne spielen die Objekte einerseits ähnlich eines Windspieles scheinbar zufällig Töne und verändern diese. Andererseits kommt es zu gewissen „Absprachen“. Die Klangobjekte koordinieren sich, spielen sich als Frage und Antwort die Töne zu, reagieren nach vorgefertigten Mustern.

Die Bewegung, das Hin- und Herwackeln und Schwanken der Objekte gibt dem Ganzen eine leicht humoristische Komponente.
Es bleibt dem Entdeckergeist des Zuhörers überlassen, herauszufinden wie sich die scheinbar zufälligen Klänge und Tonfolgen miteinander arrangieren.
Curator Carsten Seiffarth

UA version 2: 2007 Donaueschingen

Robot-like machine structures float on the water. They are technical objects. They come to terms with nature, despite its strangeness.
The objects dip metal tubes into the water. This changes the pitch. They are exposed to the wind and rain and all water fluctuations. This makes precise control of the tones almost impossible. This results in very nice compositional blurrings, which gives the machines a certain liveliness.

Inspired by John Cage, I am interested in the question of what happens to the seemingly random sounds of a wind chime, the voices of the birds or the sounds of a city backdrop. What happens when we consciously hear tones, sounds, noises and pauses and mentally relate and analyze them? A sound installation always offers a good opportunity to ask this question. It can emit acoustic signals completely independently of whether there are listeners or not.
In this sense, the objects play seemingly random sounds similar to wind chimes and change them. On the other hand, there are certain "agreements". The sound objects coordinate themselves, play the tones to each other as questions and answers, react according to pre-established patterns.

The movement, the wobbling and swaying of the objects gives the whole thing a slightly humorous component.
It is left to the listener's spirit of discovery to find out how the seemingly random sounds and tone sequences are arranged with one another.